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Sonntag, September 05, 2010
Salsa-Tipps

Allgemein für Männer und Frauen

Wie im Straßenverkehr gilt: Man ist nicht alleine unterwegs und gegenseitige Rücksichtnahme ist für alle gut.
Da der Mann führt, muss er aufpassen, dass es nicht kracht. Drängler, Huper und Egomanen sind auch auf Tanzveranstaltungen nicht gerne gesehen. Und man sollte sein »Recht« nicht mit Gewalt durchsetzen wollen, sondern auf Blickkommunikation mit anderen Paaren achten.

Hier noch einige Tipps:

Tipps für Männer

  • Ein gepflegtes Erscheinen und ein gut riechendes Deodorant sind ein muss, wenn man zum ersten Mal eine Dame zum Tanzen auffordert. Man(n) möchte doch einen guten Eindruck hinterlassen.

  • Turnschuhe sollte man nicht tragen. Denn erstens kann man mit diesen gar nicht richtig tanzen, zweitens sehen sie beim Tanzen ziemlich unpassend aus. Normale Halbschuhe oder Slipper sind übrigens gar nicht so teuer und mit Sicherheit eine gute Investition.

  • Lange Fingernägel sollte man vorher zu Hause kürzen und pflegen, denn für die Dame ist es unangenehm, wenn sie beim Tanzen ständig von ihrem Tanzpartner an den Händen gekratzt wird.

  • Mundgeruch sollte man unbedingt vermeiden, bevor man eine Dame fragt. Abhilfe schafft Kaumgummis, Bon Bon oder ähnliches ...

  • Man sollte nicht verschwitzt eine Dame zum Tanzen auffordern. Das gehört sich nicht!

  • Wenn man beim Tanzen stark und viel schwitzt, sollte man sich ein zweites Oberteil oder gegebenfalls ein kleines Handtuch im Training mitnehmen.

 

Tipps zum Führen

  • Welchen Tanzstil beherrscht bzw. bevorzugt deine Partnerin? Kubanisch im Kreis oder "Cross-Body-Style" auf der Linie? Mische die beiden Varianten nicht. Die Techniken für die Damen unterscheiden sich in den beiden Stilen so stark, dass deine Partnerin im normal Fall, bei einem Mix Schwierigkeiten bekommt, deiner Führung zu folgen.

  • Bei einem Paartanz ist der Kontakt zwischen den Partnern das wichtigste Element. Um das Niveau dieser Verbindung am Anfang zu erfühlen, hilft das folgende Vorgehen: Stell dich mit deiner Tanzpartnerin in die übliche geschlossene Ausgangsposition. Dein rechter Arm stützt leicht ihren linken Arm, der auf deiner Schulter endet. Schaukle jetzt ihren Körper ein paar Mal leicht nach vorne und nach hinten. So bekommst du einen ersten Eindruck über die Spannung, die sie dir gibt.

  • Wie gut tanzt deine Partnerin? Beginne mit einfachen Sachen. Das gibt ihr und dir Sicherheit. Mit dem so gewonnen Vertrauen klappen später auch die wildesten Sachen. Wenn du wie ein Wahnsinniger loslegst, zerstörst du eventuell ihr Selbstvertrauen. Oft geht dann überhaupt nichts mehr. Wem nützt das?

  • In offenen Positionen ist deine Hand die einzige Verbindung zu deiner Partnerin, über welche die ganze Führungsarbeit erfolgt. Dabei musst du mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl vorgehen. Wenn du zu fest ziehst oder drückst, verliert sie nämlich ihre Balance!

  • Eine gehobene Hand wird ab und zu schon als Aufforderung für eine Damendrehung angesehen, obwohl der Mann noch keine Rotation eingeleitet hat. Wenn du eine solche von dir nicht gewollte Drehung verhindern möchtest, halte deine Hände einfach in einer tiefen Position. (Wenn deine Partnerin die Technik des Geführtwerdens besser beherrscht, wird sie sich durch eine angehobene Hand nicht mehr verwirren lassen und das eventuell folgende Signal zur Drehung abwarten.)

  • Du brauchst nicht ein Million verschiedener Figuren, um deine Partnerin zu beeindrucken. Achte lieber auf eine saubere Ausführung und eine klare Führung deiner Figuren. Würze dies mit einem Lächeln und einer positiven Ausstrahlung in deinen Augen. Die Tänzerinnen erinnern sich in der Regel besser an die Männer, die technisch einfach, dafür korrekt und mit Freude getanzt haben.

Tipps für Frauen

  • Trage beim Tanzen keine spitzen Ringe an deinen Fingern. Die können sehr unangenehm werden und stören nur bei der Führung.

  • Wer regelmäßig tanzen möchte, der sollte über die Anschaffung Sport-Tanzschuhen nachdenken. Diese besitzen eine spezielle Sohle und sind aus leichtem Leder, was sich bei längeren Tanzabenden durchaus positiv auf den Zustand der Füße auswirkt.

Tipps zum Geführtwerden

  • "Wirf ein Auge auf ihn!" ;-) Ja! Es hilft dir, seine Führung besser zu sehen und zu verstehen. Auf diese Weise erkennst du zum Beispiel, wenn er deine Hände zu fassen versucht. Zum anderen, hilft es gegen das Schwindelgefühl bei Figurenkombinationen mit vielen Drehungen.

  • "Probieren geht über Studieren." Lass ihn führen! Er muss studieren überlegen und entscheiden, welche Figuren er machen will. In vielen Fällen, in denen du eine Figur scheinbar antizipiert hast, machst du etwas total anderes, als was dein Partner eigentlich wollte. Falls dir nicht klar ist, wohin er dich führen möchte, bleib einfach im Grundschritt.

  • Was du nicht durchgehen lassen solltest, ist ein Tanzen "neben dem Takt" oder "mit einem falschen Fuß". Das muß so schnell wie möglich richtig sitzen und darf auf keinen Fall falsch im Kopf zementiert werden. Bei der Salsa ist in diesem Zusammenhang insbesondere das Einhalten der Pause ein für viele Tänzer/innen anspruchsvolles Thema, das immer wieder geübt werden sollte.

  • Figuren sind Kombinationen von einzelnen Elementen. Die Reihenfolgen können laufend geändert und ergänzt werden. Gute Tänzer tun dies die ganze Zeit. Als Frau solltest du aus diesem Grund nie nach dem Gedächtnis tanzen. Konzentrier dich auf seine Führung, denn du kannst nie wissen, wie die Figur weitergeht!

  • Kontrolliere deine Arme. Wenn du sie zu stark schwingst, verliert dein Partner den Kontakt zu dir. Viele Frauen denken, dass "Hände hoch" zum Styling gehört. Wenn du sie im falschen Moment hebst, hat er nachher ein blaues Auge oder deine Arme sind ihm bei seiner Führungsarbeit im Weg.

  • Halte bei Drehungen, vom geführten Arm, den Ellenbogen nach unten. Strecke sie nicht nach außen, denn es könnte ihm ins Augen gehen oder den Nachbarn, die gerade in der Nähe tanzen :-)

  • In gewissen Figuren treten Abschnitte auf, in denen für dich keine Drehungen oder Platzwechsel anfallen. Konzentriere dich in diesen Phasen auf die Gewichtsverlagerungen. So bist du auf die nächsten Elemente vorbereitet und kannst diesen folgen. Gute Tänzerinnen nützen diese Phasen, in denen es "nichts" zu tun gibt, für ihr Styling. Sie füllen die Pausen zwischen den Drehungen und Platzwechseln mit Körperbewegungen und drücken auf diese Weise ihren Charakter und ihr Musikgefühl aus.

Nächster Kursbeginn Do, 09.09.2010

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